Das LTE Netz steckt zwar noch in den Kinderschuhen, dennoch können schon heute LTE Sticks von vielen verschiedenen Herstellern völlig unabhängig vom Netzanbieter gekauft und genutzt werden.
Vodafone war Ende 2010 der erste deutsche Mobilfunknetzbetreiber der sein LTE-Netz in Betrieb nahm. Im April 2011 folgte dann die Deutsche Telekom und im Juli 2011 konnten Nutzer auch über das o2-Netz mit LTE-Geschwindigkeit ins Internet.
Lediglich E-Plus befindet sich noch in der Pilotphase und bietet keinen kommerziellen Tarif an.
LTE wird von den großen deutschen Betreibern vor allem genutzt, um ländliche Regionen, denen bisher kein schneller Internetanschluss zur Verfügung stand, zu versorgen.
Aber auch in Großstädten könnte LTE interessant sein. So ist LTE bereits Mitte 2011 in weiten Teilen von Berlin, Bremen und Hamburg verfügbar. Auch Köln ist auf der LTE-Landkarte kein weißer Fleck seit die Telekom dort ihr Pilotprojekt startete und sie zur „LTE City“ erkoren hat.
Im Funknetz von LTE sind Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 100 MBit pro Sekunde möglich. Der Upload soll Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit pro Sekunde schaffen. Das ist im Vergleich zur heute üblichen Mobilfunktechnik UMTS ein enormer Sprung – hier sind lediglich Download-Geschwindigkeiten von bis 7,2 MBit pro Sekunde möglich. Das führt vor allem zu Engpässen, wenn sich mehrere Nutzer die Bandbreite einer Funkzelle teilen müssen.
Trotz der noch relativ eingeschränkten Verbreitung der Technik können schon heute LTE Sticks zum Beispiel von Samsung oder Huawei gekauft werden. Diese Sticks kosten normalerweise neu und vertragsfrei zwischen 150 und 200 Euro.